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Jahrzehntelang gelten die Niederlande als Vorreiter einer pragmatischen Cannabis-Politik. Doch hinter dem Image von Coffeeshops und Touristenströmen steckt ein komplexes Modell aus Toleranz, Experimentierklauseln und jüngsten Reformen. Wir zeigen, wie Cannabis in Amsterdam wirklich funktioniert – und was Deutschland von Amsterdam lernen kann.
In Amsterdam gehört ein Coffeeshop-Besuch für viele Touristen zum Programm. Doch streng genommen ist Cannabis dort nicht vollständig legalisiert. Seit 1976 verfolgt die Niederlande eine Toleranzpolitik, das sogenannte Gedoogbeleid. Coffeeshops dürfen unter engen Auflagen Cannabis an Erwachsene abgeben:
Der Knackpunkt bleibt die Hintertürproblematik: Anbau und Großhandel sind weiterhin illegal. Coffeeshops beziehen ihr Produkt also aus einem Schattenmarkt. Die aktuelle Experimentierkette mit staatlich kontrolliertem Anbau soll genau diese Lücke schließen.
Deutschland hat 2024 mit dem KCanG einen anderen Weg gewählt als Amsterdam. Statt kommerzieller Verkaufsläden stehen Eigenanbau und gemeinnützige Anbauvereinigungen im Mittelpunkt:
Das deutsche Modell will den Schwarzmarkt nicht ersetzen, sondern langsam ausdünnen. Ob es funktioniert, hängt davon ab, wie engagiert die Community die neuen Regeln nutzt und verteidigt.
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Cannabis-Aktivist, Patientenrechtler & Software Engineer
Meine Stimme für evidenzbasierte Drogenpolitik mit einer Prise Salz und Zucker in Form von Satire. Ich schreibe aus eigener Erfahrung über Cannabis-Recht, BtmG Strafrecht in Bayern und Drogenpolitik und spiegel die Erfahrung meiner Community auch bezüglich GKV-Kostenübernahme inhaltlich wieder. Es ist unser aller demokratisches Recht.
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